Ein KI-Tool für die Entwickler ist noch keine KI-Strategie
Was früher ein Team mit sechs bis zehn Leuten über Monate gebaut hat, schaffen heute zwei bis drei Leute in wenigen Wochen. Mit einer Lizenz für die Entwickler kommt man da allerdings nicht hin.
Die Softwareentwicklung verändert sich gerade grundlegend. Wer konsequent mit KI arbeitet, braucht für dasselbe Vorhaben deutlich weniger Leute und deutlich weniger Zeit.
Meistens ist die erste Reaktion darauf dieselbe: Die Entwickler bekommen ein KI-Tool.
Ein Tool allein bringt wenig
Mit einem KI-Tool werden die Entwickler ein wenig schneller, aber sie arbeiten weiter wie bisher. Am Ende hat man chattende Coder, und der Hebel bleibt gering.
Ein Tool für die Entwickler
Die Entwickler schreiben weiter den Code und lassen sich dabei helfen. Der Rest des Unternehmens arbeitet wie bisher.
Eine neue Arbeitsweise
Die KI schreibt den Code, und die Menschen beschreiben, was gebraucht wird. Fachabteilung, Entwicklung und Führung tragen das gemeinsam.
Den Code schreibt die KI
Die Fachabteilung beschreibt, was fachlich gebraucht wird, und die Entwickler beschreiben, wie es technisch umgesetzt werden soll. Damit die KI daraus etwas Brauchbares baut, muss das Wissen im Unternehmen aufgeschrieben sein, der sogenannte Context. Dazu kommen Guardrails, also klare Regeln dafür, was die KI selbstständig machen darf.
Es hängt an der Führung
Wie groß der Effekt wird, hängt vor allem von der Führung ab. Es reicht nicht, wenn sie die neue Arbeitsweise erlaubt, sie muss sie auch selbst vorleben. Für die Geschäftsführung geht es dabei nicht um Personalabbau, sondern darum, mit derselben Mannschaft mehr Vorhaben umzusetzen und früher Umsatz zu machen.
Nicht nur in der IT
Dasselbe Prinzip funktioniert überall, wo heute Wissen in den Köpfen steckt. Die Voraussetzung ist immer dieselbe: Es muss so aufgeschrieben werden, dass eine KI damit arbeiten kann.
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